Feinstaub

Neue Studien belegen minimale Belastung durch Feuerwerk

Aufgrund der anhaltenden öffentlichen Diskussion um hohe Feinstaubwerte und -belastung des Silvesterfeuerwerks hat der VPI (Verband pyrotechnischer Industrie) eine Studie in Auftrag gegeben, im Rahmen derer erstmals reale Feinstaubwerte gemessen wurden. Beauftragt wurde ein unabhängiges Institut, das eine komplexe und vielseitige Studie zur Emission von Feinstaub durch Feuerwerk durchführte. Die gemessenen Werte wurden vom UBA (Umweltbundesamt) überprüft und abschließend als valide angesehen und übernommen. Sie sind somit für die Berechnung des Feinstaubanteils durch Feuerwerk für weiterführende internationale Überprüfung geeignet.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

Der VPI und das UBA haben sich im Zuge ihrer Gespräche dazu entschieden einen gewichteten Emissionsfaktor zu wählen, der ein genaueres Bild unter Berücksichtigung der Vorlieben der Verbraucher zu Silvester ermöglicht. Ermittelt wurde dabei ein Wert von 286,2 kg Feinstaub PM10 pro Tonne Nettoexplosivstoffmasse (NEM). Mit Blick auf das vergangene Silvesterfest ergeben sich demnach folgende Werte: Der NEM-Anteil des Silvesterfeuerwerks lag bei 5.159 Tonnen. Multipliziert mit 0,2862 Tonnen Feinstaub PM10 ergibt sich ein Gesamtfeinstaubausstoß durch Feuerwerk zu Silvester 2019 von 1.477 Tonnen, was einem Anteil von 0,7 % am gesamten Feinstaubausstoß in Deutschland entspricht.

Der in Deutschland zulässige Grenzwert von Feinstaub liegt bei 40 μg PM10/Kubikmeter im Jahresdurchschnitt. Ein PM10-Tagesmittel darf im Übrigen 50 μg PM10/ Kubikmeter nicht öfter als 35 Mal überschreiten. Keine der von der DUH in diesem Jahr genannten 98 Städte überschritt diesen Grenzwert.

Bei Feinstaub handelt es sich um lokale Emissionen. Diese sind allerdings nicht relevant für das Klima. Vor allem Treibhausgase, wie Kohlendioxid und Methan, sind verantwortlich für die Erderwärmung.